Die offizielle Übergabe der drei Experimentierboxen fand im Maria-Wächtler-Gymnasium statt. Anwesend waren u.a.: Carsten Lomann (Chemie-Lehrer am Maria-Wächtler-Gymnasium, 2.v.r.), Thorsten Korthaus (Schulleiter Maria-Wächtler-Gymnasium, 3.v.l.), Christoph Hohoff (Gesamtkoordination zdi-Zentrum MINT-Netzwerk Essen, 4.v.l.), Brigitte Klöckner-Hartstock (Leitung Kompetenzteam Essen, 8.v.l.), Martina Naujoks (Vertreterin des Vorstands der Sparkasse Essen, 9.v.r.) und Christine Mielchen-Woköck (Chemie-Lehrerin, 1.v.r.) (Foto: Georg Lukas).

14.11.2016 – Ab sofort haben Essener Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, im Chemie-Unterricht die Konzentration von Säuren oder Laugen zu bestimmen und die Eigenschaften von Stoffen mit Hilfe ihrer Farbigkeit zu untersuchen – und zwar computergestützt. Möglich machen das drei Experimentierboxen, die die Sparkasse Essen dem zdi-Zentrum MINT-Netzwerk Essen und damit allen interessierten Lehrerinnen und Lehrern der Stadt übergeben hat. Den ersten Praxistest haben die in den Boxen enthaltenen Geräte schon bestanden: Im Rahmen der Übergabe am Maria-Wächtler-Gymnasium haben Schülerinnen und Schüler des 10. und 12. Jahrgangs einige der möglichen Versuche erfolgreich durchgeführt.

„Als Unternehmen, bei dem ca. 120 junge Menschen ihre Ausbildung absolvieren, ist uns die Bedeutung des Fachkräftemangels sehr bewusst. Deshalb sehen wir es als öffentlichen Auftrag, Kinder und Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und ihnen Möglichkeiten zu geben, sich in diese Fächer hineinzufinden“, begründete Martina Naujoks das MINT-Engagement der Sparkasse Essen. „Und ein Blick auf die hier anwesenden Schülerinnen und Schüler sowie ihre engagierten Lehrerinnen und Lehrer zeigt mir: Die Experimentierboxen sind an genau der richtigen Stelle!“

Das unterstrich auch Thorsten Korthaus. Der Schulleiter des Maria-Wächtler-Gymnasiums nahm die Boxen stellvertretend für alle Essener Schulen entgegen und betonte die Bedeutung der MINT-Förderung. „Wir brauchen dringend Nachwuchs in diesem Bereich, weshalb das Engagement von Sparkasse und zdi ebenso zu begrüßen ist wie die nachhaltige Ausrichtung der gespendeten Experimentierboxen.“ Zum einen würden die im Unterricht durchzuführenden Versuche die enge Einbindung in den Lernstoff gewährleisten. Zum anderen könne jede Schule auf das Material zugreifen und somit eine große Zahl von Kursen davon profitieren.

Spectrometer im Einsatz (Foto: Georg Lukas)

Wie das in der Praxis funktioniert, erläuterte Dipl.-Ing. (FH) Christof Hohoff. „Wir sind momentan dabei, einen MINT-Pool für Essener Kitas und Schulen aufzubauen“, berichtete der Koordinator des zdi-Zentrum MINT-Netzwerk Essen. „Bildungseinrichtungen können sich beim Alfried Krupp-Schulmedienzentrum kostenlos Materialien für Unterrichtseinheiten und Versuche ausleihen. Dazu gehören diese drei Experimentierboxen ebenso wie eine große Anzahl von KiNT-Boxen für das forschende Lernen jüngerer Kinder.“ Eine wichtige Rolle spiele dabei auch das Kompetenzteam des Schulamtes Essen, das durch seine Leiterin, Brigitte Klöckner-Hartstock, vertreten war. „Das Team schult Lehrerinnen und Lehrer im Umgang mit den bereitgestellten Materialien und leistet dadurch einen massiven Beitrag zur Nachhaltigkeit unseres Ansatzes“, so Hohoff.